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Logopädie

Von der Stimme und der Atmung

Wer Schwierigkeiten hat, sich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist meist in seinem sozialen Leben stark eingeschränkt. Bei vielen Sprachbeeinträchtigungen, Sprechstörungen und Stimmproblemen bietet die Logopädie Abhilfe.

Allerdings kann die Logopädie noch einiges mehr: Zum Beispiel können muskuläre Dysfunktionalitäten zu Einschränkungen beim Essen führen und sogar zu Hörproblemen. Hier kann ich als Logopädin helfen – leider denken in diesem Zusammenhang noch wenige Menschen an die Logopädie als mögliche Therapieform. Genau hier möchten wir im Schmerzzentrum Grieskirchen ansetzen, indem wir fächerübergreifend behandeln und Sie als Klienten im Bedarfsfall an eine Kollegin, einen Kollegin weiterempfehlen.

Unsere Spezialistin für Logopädie

Christina Pieper

Logopädin, Dipl. Hypnosetrainerin, Craniosacral-Anwenderin
20190605-Christina1_Leistungen

Stimmstörungen

Die Dysphonie oder Stimmstörung fällt meist durch eine wiederkehrende Heiserkeit und Stimmschwäche auf. Stimmstörungen sind oft von folgenden Symptomen begleitet: Trockenheitsgefühl, Globusgefühl, Räusperzwang, Schluckschwierigkeiten, Hustenreiz, reduzierter Lautstärke und markante Veränderung der Stimmqualität. Stimmstörungen können funktionelle, organische oder psychische Ursachen haben.

Funktionelle Stimmstörungen

Die Stimme klingt verändert, ist nicht mehr belastbar und leistungsfähig, ohne dass organische Gründe vorliegen. Die Beweglichkeit der Stimmlippen (Stimmbänder) ist beeinträchtigt bis hochgradig gestört. Man unterscheidet zwischen einer hyperfunktionellen Stimmstörung und einer hypofunktionellen Stimmstörung,

Die hyperfunktionelle Stimmstörung äußert sich durch einen heiseren, rauen, gepressten, angestrengten Stimmklang . Meist ist die Stimme höher als es sein sollte und hat nur einen geringen Stimmumfang. Zusätzliche Symptome können ein ständiges Räuspern, ein Trockenheitsgefühl, ein Globusgefühl im Hals sein. Oft hat der Patient eine Fehlhaltung und eine auffällige Atmung. Manchmal ist das Sprechtempo erhöht und die Verständlichkeit herabgesetzt.

Die hypofunktionelle Stimmstörung hingegen zeigt sich durch eine gesenkte Muskelspannung. Die Stimme klingt schwach, behaucht und leise und die Atmung ist flach und schnell. Wenn Patienten dann versuchen, diese Kraftlosigkeit zu überbrücken, kann es durch erhöhte Stimmanstrengung und Spannung zu einer sekundären Hyperfunktion der Stimmstörung kommen und auf Dauer auch zu organischen Veränderungen (Stimmbandknötchen).

Häufig liegt eine Kombination aus beiden Symptomatiken vor.

Organische Stimmstörungen

Bei dieser Form der Stimmstörung kommt es zu organischen Veränderungen des Kehlkopfes z.B. durch eine Verletzung (z.B. Intubation oder Unfall) oder eine Operation an den Stimmlippen oder in unmittelbarer Umgebung. Aber auch Magensäure kann die Stimmlippen schädigen (Reflux), gutartige und bösartige Wucherungen im Kehlkopf können zur Lähmung der Stimmlippen führen (Recurrenzparesen), genau wie operativer Resektionen die durch neuromuskuläre Funktionsstörungen notwendig werden (z.B. Mobus Parkinson, MS, ALS, Schlaganfällen, Schädelhirntrauma,..). Individuell kann es begleitend zu Problemen der Atmung und der Artikulation kommen.

Psychische Stimmstörungen

Aber nicht nur starke Belastung kann zu Stimmproblemen führen, auch psychosomatische und psychosoziale Einflüsse – seelischer Stress – wirken sich negativ auf die Stimme aus. Betroffene flüstern oft, leiden phasenweise unter vollständiger Stimmlosigkeit, können aber laut lachen oder räuspern. Phasenweise klingt die Stimme sogar komplett normal – beispielsweise wenn man Betroffene mittels Kopfhörer vertäubt.

Funktionelle Stimmstörungen

Die Stimme klingt verändert, ist nicht mehr belastbar und leistungsfähig, ohne dass organische Gründe vorliegen. Die Beweglichkeit der Stimmlippen (Stimmbänder) ist beeinträchtigt bis hochgradig gestört. Man unterscheidet zwischen einer Hyperfunktionellen Stimmstörung und einer hypofunktionellen Stimmstörung,

Die Hyperfunktionelle Stimmstörung äußert sich durch einen heiseren, rauen, gepressten, angestrengten Stimmklang . Meist ist die Stimme höher als es sein sollte und hat nur einen kleinen Stimmumfang. Zusätzliche Symptome können ein ständiges Räuspern, ein Trockenheitsgefühl, ein Globusgefühl im Hals sein. Oft hat der Patient eine Fehlhaltung und eine auffällige Atmung. Manchmal ist das Sprechtempo erhöht und die Verständlichkeit herabgesetzt.

Die Hypofunktionelle Stimmstörung hingegen zeigt sich durch eine gesenkte Muskelspannung, die Stimme klingt schwach, behaucht und leise und die Atmung ist flach und schnell. Wenn Patienten dann diese Kraftlosigkeit versuchen zu überbrücken, dann kann es durch erhöhte Stimmanstrengung und Spannung zu einer sekundären Hyperfunktion der Stimmstörung kommen und auf Dauer auch zu organischen Veränderungen (Stimmbandknötchen). 

Oft kommt es aber zu einer Kombination aus beiden Symptomatiken.

Organische Stimmstörungen

Bei dieser Form der Stimmstörung kommt es zu organischen Veränderungen des Kehlkopfes z.B. durch eine Verletzung (z.B. Intubation oder Unfällen), eine Operation an den Stimmlippen oder in unmittelbarer Umgebung, durch Schädigung der Stimmlippen von z.B. Magensäure beim Reflux, durch Lämungen der Stimmlippen (Recurrenzparesen), gutartigen und bösartigen Wucherungen im Kehlkopf und auch infolgedessen zu operativer Resektionen dieser ode aufgrund von neuromuskuläre Funktionsstörungen (z.B. Mobus Parkinson, MS, ALS, Schlaganfällen, Schädelhirntrauma,..). Individuell kann es begleitend zu Problemen der Atmung und der Artikulatiion kommen. 

Psychische Stimmstörungen

Aufgrund von psychosomatischen und psychosozialen Einflüssen kommt es zu Stimmproblemen, die nicht von zu starker Belastung der Stimme herrühren, sondern auf seelischen Stress zurückzuführen sind. Betroffene flüstern oft, haben phasenweise eine totale Stimmlosigkeit, wobei sie aber laut lachen oder räuspern können, teilweise ist die Stimme aber auch als normal einzustufen. Wenn man Betroffene mittels Kopfhörer vertäubt, kann es vorkommen, dass die Stimme völlig normal klingt. 

Neurologische Störungsbilder​

Aufgrund einer Schädigung des Gehirns kommt es zu verschiedenen Störungsbildern. Diese Gehirnschädigung kann plötzlich durch einen Unfall (Schädelhirntrauma) eine Operation am Gehirn, einen Schlaganfall oder einer Gehirnblutung auftreten. Sie kann aber auch langsam und unauffällig beginnen und wird dann oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt wie z.B. bei Demenz, Morbus Parkinson, MS, ALS und anderen degenerativen Erkrankungen. Die Auffälligkeiten können leicht bis massiv sein und in allen Bereichen auftreten: bei der Sprache, beim Sprechen, bei der Stimme, bei der Atmung oder beim Schlucken.

Ich behandle folgende logopädisch-neurolgischen Diagnosen:

Aphasie (Störung oder Verlust der Sprache, des Verstehens, des Lesens und des Schreibens), Dyslexie (Störung des Lesens), Dysgraphie (Störung des Schreibens), Dyskalkulie (Störung des Rechnens), Dysarthrie/Dysarthropneumophonie (Probleme mit der Stimme, der Atmung und der Aussprache – oft spricht der Betroffene mühsam, verwaschen und schnappt nach Luft innerhalb eines Satzes), Dysphagie (Schluckstörung aufgrund von Muskelschwäche, Gefühlsstörungen und/oder Koordinationsschwierigkeiten beim Essen und Trinken), Sprechapraxie (Störung der Planung  und Koordination der Sprechbewegungen, der Stimmgebung und der Atmung), Facialisparese (Gesichtslähmung – durch eine Schädigung des Gesichtsnervs kommt es zu einer kompletten oder teilweisen Lähmung der Gesichtsmuskulatur), Demenz (langsamer fortschreitender Abbau der Gedächtnisleistung, aber auch der Schluckfunktion und der Stimmfunktion),
primär progressive Aphasie (eine Sonderform der Demenz, die sich zunächst ausschließlich durch Wortfindungsprobleme und progredienten Sprachverlust auszeichnet, erst nach einiger Zeit kommt es zu kognitiven Defiziten und weiteren Symptomen von Demenz.)

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Kau- und Schluckstörungen

Die Dysphagie (Schluckstörung) kann mehrere Ursachen haben:

  • akut neurologisches Trauma: Schlaganfall, Blutung, Operation am Gehirn, Sauerstoffmangel im Gehirn oder Schädelhirntrauma
  • fortschreitende neurologische Erkrankung: Mobus Parkinson, MS, ALS, Demenz, Chorea Huntigton,…
  • massive Fehlstellungen oder Verspannungen in der Halswirbelsäule (zB. nach einem Autounfall mit Peitschenschlagsyndrom)
  • Stress (Aerophagie = Luftschlucken kann aufgrund von Stress und falschen Ess- und Schluckmustern mit Muskelverspannungen im Nackenbereich einhergehen. Betroffene leiden hier sehr darunter, da ihre Schluckstörung oft jahrelang unerkannt und fehldiagnostiziert ist; Symptome wie starkes Aufstoßen insbesonders in der Nacht verbunden mit Schlafstörungen, Magen- und Darmschmerzen, starke Blähungen belasten die Patienten sehr.
  • falsch eintrainierte Schluckmuster kombiniert mit myofunktionellen Störungen der Gesicht-, Zungen- und Rachenmuskulatur kann sogar zu Zahnfehlstellungen führen
  • fortgeschrittenes Alter geht oft mit reduzierter Muskelkraft, weniger Sensibilität und eingeschränkter Koordination der Kau- und Schluckbewegungen einher, kombiniert oft mit schlecht sanierten Zähnen bzw. schlecht angepassten Zahnprothesen (Presbyphagie)
  • psychiatrische Erkrankungen
  • bestimmte Medikationen
  • schlecht sanierte Zähne bzw, falsch angepasste Zahntotalprothesen (die in vielen Fällen dann nicht mehr getragen werden)

Schluckstörungen werden leider oft sehr spät erkannt und/oder selten zur Logopädie geschickt. An diesen Symptomen erkennt man, dass man an einer Dysphagie leiden könnte:

  • verlangsamte Nahrungsaufnahme, langsames Kauen und stark verzögerter Schluckakt
  • Schmerzen bei der Nahrungsaufnahme und beim Abschlucken
  • ungeklärte Gewichtsabnahme
  • Räuspern und Husten während und/oder auch bis zu einer Stunde nach der Nahrungsaufnahme
  • Regurgitation ( Zurückströmen der Nahrung bzw. Flüssigkeit meist durch die Nase
  • Drooling (Herauslaufen) der Nahrung bzw. Flüssigkeit aus dem Mund
  • unklares Fieber
  • Feuchter, brodelnder Stimmklang während der Nahrungsaufnahme oder auch nach Speichelschlucken
  • Lungenentzündung aufgrund von Eindringen der Nahrung und Flüssigkeiten bzw. Speichel in die Atemwege/Lunge
  • große Angst vor den Mahlzeiten bzw. vor dem Trinken
  • Nahrungsrückstände um die Lippen und im Mund- und/oder Rachenraum
  • Luftnot und Erstickungsangst während und nach der Nahrungsaufnahme
  • Verweigerung/Vermeidung von bestimmten Nahrungsmitteln/Nahrungskonsistenzen

Craniomandibuläre Dysfunktionen

Cranium (lat. Schädel) Mandibula (lat. Unterkiefer) Dysfunktion (gestörte Funktion) – die Symptome und Ursachen einer CMD können sehr vielfältig sein und müssen daher gut abgeklärt und vor allem interdisziplinär therapiert werden. Gängige Symptome sind Kiefergelenksschmerzen und -knacken, Knirschen, Bewegungseinschränkungen bei Kieferbewegungen, Schmerzen der Kaumuskulatur, Nackenschmerzen, Rückenscmerzen, ungeklärte Zahnschmerzen, Spannungskopfschmerzen, Migräne, Tinnitus, Ohrenschmerzen, hintere Augenschmerzen und infolgedessen auch Müdigkeit und Abgeschlagenheit. 

In der ersten Therapieeinheit vermittle ich Techniken um die extrem hohen Muskelverspannungen zu senken und somit die Spannungsschmerzen zu reduzieren. Weiters schaue ich, welche anderen Disziplinen mit mir am Heilungsweg beteiligt werden sollten ( Zahnarzt, Orthopäde,  Craniosacraltherapie, Physiotherapie, Massage, Psychotherapie, Hypnose,…). Schon nach ein paar Sitzungen können oft die größten Schmerzen genommen und intensiver an der Ursachenbekämpfung gearbeitet werden. 

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